
Die Kühnes sind sesshafte Leute. Von jeher fand man sie im sachsen-anhaltischen. Der erste, von dem man heute weiß, war Curd Kühne, der mit einem Sattelhof in Veltheim belehnt war. Die Urkunde, die es bezeugt, trägt die Jahreszahl 1458.
Sesshaftigkeit hinderte sie nicht, sich in der Welt umzutun, Neues zu lernen, den eigenen Horizont zu erweitern. Und den Duft frisch beackerten Bodens, die Erntefuhren und die Zeit der Stoppelfelder im September im Gedächtnis zu behalten.
Was macht den guten Landwirt aus? — Er soll sein Handwerk beherrschen. Er soll ein guter Wirtschafter sein, gut sein mit Mensch und Tier. Er soll im "Buch der Natur" lesen können. Aber soll er auch ein Meister des theatralischen Effektes sein? — Philipp August Kühne jedenfalls düngte seine Initialen groß in die Zuckerrübensaat ein, um den Skeptikern die Wirkung des mineralischen Düngers zu demonstrieren, der zu dieser Zeit eingeführt wurde.
Über den Tellerrand hinaussehen ist gut. Ein wacher Sinn
für die Zeichen der Zeit ist die beste Voraussetzung, Traditionen zu begründen.
Zum Beispiel die Tradition der Neuerung und der Reform:
Alles ist nichts, wenn das Herz nicht dabei ist. Sind die Möglichkeiten gegeben, ist es Bürgerpflicht, abzugeben und andere zum Engagement zu ermutigen. Der Stadt Wanzleben, der er sich verbunden fühlte, stiftete Philipp August Kühne ein Krankenhaus. Die Stadt bedankte sich mit der Ernennung des Stifters zum Ehrenbürger.
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